Hermann Hesse Tage Gaienhofen vom 18. - 19. Mai 2019 mit Schwerpunkt auf dem Werk "das Glasperlenspiel"

Anbei erhalten Sie das Programm der Hermann-Hesse-Tage, die vom 18. bis 19. Mai 2019 in Gaienhofen stattfinden. Im Zentrum steht der Roman "Das Glasperlenspiel" des Literaturnobelpreisträgers und ehemaligen Einwohners Gaienhofens, Hermann Hesse.

Das Programm beinhaltet ein breites Spektrum an Vorträgen, Lesungen und Führungen und nimmt thematisch Bezug auf die gleichnamige Sonderausstellung "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit - Hesses Glasperlenspiel" im Dritten Reich", die bis September im Hesse Museum Gaienhofen zu sehen ist.
Es konnten hochkarätige Referenten wie Prof. Dr. Sikander Singh, Fachrichtung Germanistik an der Universität des Saarlandes und Leiter des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass, Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek Duisburg, Prof. Michael Speer, SWR Sprecher und Institutsleitung Sprechkunst und Kommunikationspädagogik / Professur für Sprecherziehung an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart, Lutz Dittrich, Kurator der Sonderausstellung im Hesse Museum, Dr. phil Rudolf Probst vom Schweizerischen Literaturarchiv in Bern und Michael Kleeberg, Autor und Übersetzer gewonnen werden.

1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde "Das Glasperlenspiel" auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte "Das Glasperlenspiel" schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung.
Die Ausstellung zeigt die eminent politische Dimension der "Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht" vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah, auf: Bei der 1935/36 durch das Propagandaministerium erzwungenen "Arisierung" des S. Fischer Verlags wurde verfügt, dass Hesses Werkrechte in Deutschland zu verbleiben hatten, womit er in den Machtbereich der NS-Kulturpolitik geriet. Neben literarischen und historischen Dokumenten vergegenwärtigen Film- und Hörstationen die Zeitgeschichte, wie auch den musikalischen Horizont des "Glasperlenspiels". Wieder - oder vielleicht ganz neu zu entdecken - durch Ausstellung und die begleitende Vortragsreihe - ist ein vielschichtiger wie spannender, weder der Exilliteratur noch der Inneren Emigration zugehöriger Roman, der seinem Autor in den mehr als 11 Jahren der Niederschrift "ein Panzer gegen die hässliche Zeit" war, wie Hesse Ende 1943 seinem Sohn Martin schrieb. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei Führungen teilzunehmen.

Information und Anmeldung: Kultur- und Gästebüro Gaienhofen, Tel.+49/(0)7735/9999-123, www.gaienhofen.de, info@gaienhofen.de. Information und Anmeldung: Kultur- und Gästebüro Gaienhofen, Tel.+49/(0)7735/9999-123, www.gaienhofen.de, info@gaienhofen.de

Programmflyer (PDF)
Anmeldeformular (PDF)

 

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